Psychiatrie von A bis Z

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Mobbing

Der Begriff Mobbing kommt aus dem Englischen und steht für bedrängen, über jemanden herfallen. Im deutschsprachigen Raum ist mit dem Begriff regelmäßiges Schikanieren, Drangsalieren oder Benachteiligen am Arbeitsplatz gemeint. Es kann von Kollegen und von Vorgesetzten ausgehen. Auch in der Schule wird Mobbing inzwischen als ernsthaftes Problem betrachtet. Mobbing wird vor allem durch typische Organisationsschwächen begünstigt wie Arbeitsorganisation ohne Mitarbeiterbezug oder nichttransparente Abläufe und Entscheidungen. Verstärkend sind Rahmenbedingungen, die zu einer hohen Belastung der Beschäftigten führen und sich negativ auf Betriebsklima und Zusammenarbeit auswirken. Rund elf Prozent aller Erwerbstätigen sind von Mobbing betroffen. Sie leiden unter zahlreichen physischen und psychischen Folgen wie Demotivation, starkem Misstrauen, Nervosität, Ohnmachtsgefühle oder Angstzustände. Betroffene können sich wehren, indem sie sich beispielsweise bei den zuständigen Stellen im Betrieb beschweren und ihren Betriebs- oder Personalrat hinzuziehen. Weitere Anlaufstellen sind Mobbing­beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, spezialisierte Anwälte für Arbeitsrecht oder Psychotherapeuten. Zahlreiche Fachbücher, Broschüren und Internetseiten geben Tipps zum Vorgehen. Unter bestimmten Voraussetzungen haben Arbeitnehmer das Recht, bei Mobbing die Arbeit zu verweigern. In einzelnen Fällen steht den Betroffenen ein Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz zu.
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